Beitrag 14: «Der Aufstieg der Despoten» und die Figuren des «Antichristlichen»

Aktualisiert: 12. Mai

Dieser Beitrag ist eine Fortsetzung zu Beitrag 13:

Es ist die Bibel in ihren Apokalypse-Texten, welche schon ab ca. 600 v. Chr. im Daniel-Buch und in der Offenbarung des Johannes (ca. 95 n. Chr.) davon spricht, dass sich das Phänomen der Despoten verdichten wird. Diese Texte skizzieren globale Welt-Despoten oder Despoten über große Gebiete der Welt. Sie werden in der biblisch-apokalyptischen Sprache auch als «Hörner» (= Zeichen ihrer Macht, wie z.B. beim Stier) beschrieben. Oder als Personen, die sich «Gottgleichheit» anmassen. Sie sehen sich dann anstelle von Gott. Mit noch mehr Hybris durchsetzt: sie sehen sich als Anti-Gott. Auf diesem Hintergrund entstand in den Texten von Johannes das Wort «Antichristus». Leider ist auch dieses Wort durch die Film- und Romanwelt verwässert in seiner dramatischen Schärfe. Und so reden wir eben von «Despoten». Damit meinen unsere Fachjournalisten exakt das, was die Bibel unter «Antichrist» oder «dem Tier» versteht = diese Despoten benehmen sich gottlos (antichristlich) wie ein Raubtier: Sie erobern, morden, zerstampfen. Johannes spricht in seinen Briefen, dass es viele Antichristusse gibt. Aber er weist dann in Offenbarung 13 auf den einen, alles global beherrschenden Antichristus-Despoten hin. Er werde am Ende unserer Zeit die absolute Weltherrschaft an sich reissen: diktatorisch, autokratisch, gnadenlos. Im selben Kapitel 13 beschreibt er auch einen despotischen Helfer des antichristlichen Führers und nennt ihn einen «falschen Propheten». Und die globale Menschheit – die einen freiwillig, die anderen erzwungen – werden den Führer «anbeten (müssen): «Alle Völker, alle Stämme, alle Nationen, alle Sprachen».

Was wir zurzeit auf der großen Weltbühne sehen, ist (noch) nicht dieser eine letzte Antichristdespot. Aber wir sehen die tragische Möglichkeit einer solchen Entwicklung in unserer aufgeklärten Zeit! Und das ist das Dramatische!?! Wir erschrecken, dass das überhaupt möglich ist. Wir sehen solche Möglichkeiten immer klarer. Insbesondere, wenn wir in den Osten und nach Nord-Ost schauen. Mehr dazu siehe «Lichter 1 / S 89–100».

Aber – und das ist so ganz anders, als es die säkularen Fachjournalisten sagen – Christus hat das letzte Wort und nicht der Antichristus. Der Tunnel wird enden. Die Lichter sehen wir jetzt schon – mitten in der Nacht. Wir sehen sie in vielen Texten der Bibel. Z.B. in Offb 19,1–21 (Lichter 2 / S 77–94).

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