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Beitrag 60: Russlands Ziele gehen über die Ukraine hinaus

Aktualisiert: 3. Juli

Dieser Beitrag ist die Fortsetzung von Beitrag 59.

Zitate aus einem Presseartikel der NZZ vom 15. Juni 2024 mit dem Titel «Russlands Ziele gehen über die Ukraine hinaus». Dieser Artikel bietet ebenfalls Einblicke in die sich zunehmend unheilvoll drehende Spirale ins Chaos:


 «In der Sache ist sich Russland treu geblieben, aber es stilisiert sich jetzt opportunistisch zum Opfer der Umstände. ‹Wir wurden ja nicht eingeladen›, sagte Präsident Wladimir Putin zum Abschluss seines China-Besuchs im Mai … (Anmerkung durch René Christen: Putin meint damit die Einladung zur im Juni stattgefundenen Friedenskonferenz in die Schweiz). ‹Also könne man auch gar nicht mitreden›. Moskau will nicht als Spielverderber dastehen, sondern als Ausgeschlossener.»


«Zum russischen Nationalfeiertag am 12. Juni verbreitete der frühere Präsident Dmitri Medwedew eine animierte Grafik, auf der sich die russische Flagge langsam von Osten nach Westen ausbreitet und zum Schluss die ganze Russische Föderation bedeckt. Das Territorium der Ukraine, die Medwedew stets nur noch mit dem Attribut ‹ehemalig› benennt, geht darin vollständig auf. Früher schon hatte er eine Karte präsentiert, auf der die Ukraine weitgehend auf die Nachbarstaaten aufgeteilt war.»


«Für Russland müsste ein Ende des Krieges gegen die Ukraine mit einer sicherheitspolitischen Neuordnung Europas einhergehen. Putin sprach am Freitag von einer neuen eurasischen Sicherheitsarchitektur. Aus Sicht Putins und staatsnaher Experten ist die westliche Unterstützung für die Ukraine Ausdruck eines verzweifelten Festhaltens an einer alten, bereits verlorenen Weltordnung. Erst wenn der Westen seine Niederlage eingesteht und Russland, China und andere aufstrebende Mächte ihren gebührenden Platz in einer neuen Weltordnung bekommen, hat Moskau seine Ziele erreicht. Westliche Beobachter mögen diese Vorstellungen unrealistisch, wirr oder gar lächerlich finden. Besser wäre es, sie ernst zu nehmen. Putins Russland ist von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt, und die vergangenen zweieinhalb Jahre haben es in seiner Haltung bestärkt.» Anmerkung von René Christen: Die hier skizzierte neue Weltordnung wird von lauter Autokraten (sprich Diktatoren) regiert: «Russland, China und andere aufstrebende Mächte». Diese formieren sich zunehmend in den sogenannten BRICS- und anderen Bündnissen. Offenbarung 13 spricht exakt von einer global diktatorischen letzten Weltordnung – bevor Gott seine himmlische Neuordnung aufrichten wird (Offenbarung 19–22).



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