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Beitrag 52: Klärung des Begriffs «Antisemitismus»

Aktualisiert: 8. März

Dieser Beitrag 52 ist der erste Teil von insgesamt 4 Teilen zu Antisemitismus


Wie immer, versuche ich in meinen Blogbeiträgen primär biblisch-theologisch aufzuklären. Über Geschichte, Formen und Maßnahmen bezüglich Antisemitismus haben schon andere Wertvolles geschrieben.

Noah und seine Frau hatten drei Söhne. Wir lesen das in 1. Mo 5,32: «… und Noah zeugte Sem, Ham und Jafet». Alle Völker, die wiederum von diesem Sem abstammen, nennt man Semiten. Es gibt verschiedene Völker, die aus der Stammeslinie von Sem hervorgingen. Unter anderem das Volk der Juden. Die Wortkombination «Anti» und «Semiten» (= «Antisemitismus») bezieht sich jedoch nur auf das Volk der Juden. Das ist historisch so gewachsen, wie wir gleich sehen werden.

Der Ausdruck «Antisemitismus» entstand 1879 als Eigenbezeichnung deutscher Judenfeinde rund um den Journalisten Wilhelm Marr. Er gründete in diesem Jahr die erste antisemitische politische Vereinigung des deutschen Kaiserreichs, die Antisemitenliga. Damit prägte er den Begriff «Antisemitismus». Heute steht der Begriff für Judenhass und Judenfeindschaft. Achtung: Mit «Antisemitismus» ist nicht Kritik an diesem oder jenem politischen Vorgehen Israels oder kritische Beobachtungen bezüglich der Gesellschaft und des Volkes Israel gemeint. Antisemitismus ist Hass gegen die Juden, Verfolgung, Vernichtung, Diskriminierung der Juden. Es geht um Rassismus im umfassenden Sinn.

Und so kam es, dass die Juden im Verlauf der Geschichte zunehmend als Projektion für viele Übel hinhalten mussten und instrumentalisiert wurden. Die folgenden Etiketten, die diesen diabolischen Hass ausdrücken, sprechen für sich: Juden seien «Brunnenvergifter», «Ritualmörder», «Verschwörer», «Wucherer», «Parasiten», «Ausbeuter», «Weltherrscher». Ob solchen Lügen können wir nur auf die Knie gehen und uns vor Gott demütigen, uns schämen und um Vergebung bitten. Ein aktuelles Beispiel dieses Judenhasses finden wir z.B. in der Charta der Hamas. Dort lesen wir am Schluss des Artikels 7: «Die Stunde wird kommen, da die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken. Doch die Bäume und Steine werden sprechen: Oh Muslim, oh Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt. Komm und töte ihn.»

Juden sind Geschöpfe Gottes wie du und ich. Aber offensichtlich haben sie in der Geschichte Gottes mit uns Menschen einen besonderen Auftrag: Mit und durch sie wollte sich Gott der Schöpfer seinen Geschöpfen (= uns allen) zeigen, erklären, verständlich machen. Und da die Juden nun mal im Nahen Osten – in Israel – wohnen, ereignete sich dieses Verständlichmachen in Israel.

Achtung: Nicht nur Juden sind «Geschöpfe Gottes wie du und ich», sondern auch die arabischen Völker und Volksgruppen, wie die Palästinenser. Auch sie haben ihre komplexe Geschichte. Auch ihnen gilt zuerst die Liebe und Geduld Gottes. Auch sie, wie die Juden, brauchen Gottes Erlösung und Vergebung durch Jesus Christus.

Zumindest gilt: Wer vorwurfsvoll mit dem Wort «Islamophobie» herumlamentiert, sollte auch das Wort «Judäophobie» dazunehmen. Es gibt leider Hass in beide Richtungen. Beides bräuchte dringend eine Lösung. Für beide wird sich erst mit einer persönlichen Umkehr zum Erlöser Jesus Christus eine umfassende Lösung zeigen. Es braucht eine persönliche Erlösung durch Vergebung und das Zustimmen zu einer komplett neuen Ethik und Sicht auf den Nächsten.

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